Drucken


Susanne Lyner - FarbAufträge

Lyner-Kata

Farbaufträge durchaus doppeldeutig zu interpretieren ist der Titel des neuen Kataloges von  Susanne Lyner. Den Text verfasste Astrid Näff aus Zürich.

Der Katalog Umfang 52 Seiten im Format 21x28 cm und kostet Fr. 45.- zuzügl.Versand.

 

Susanne Lyner spürt der Farbe in quadratischen Raster- und Streifenbildern zunächst als strukturelles Element nach; es entstehen in speziellen Spritz- und Gussverfahren filigrane, monochrome Farbgewebe und starkbunte Farbkörper, die die Künstlerin, mal streng, mal spielerisch leicht, zu ortspezifischen Installationen fügt, in denen die Farbeinheiten im gegenseitigen Zusammenspiel vibrierende räumliche Qualitäten zu entwickeln beginnen

In ihrem aktuellsten Schaffen- Arbeiten auf Leinwand, Plastikfolie oder Papier, die oft am Boden entstehen - erweitert Susanne Lyner die präzise Geste der Hand; mit ausholenden Bewegungen des Arms wird die Farbe auf den Bildträger geworfen, um sich zu feinen Lineamenten, Schlaufen und Bündeln zu formieren.

Astrid Näff, Zürich, 2009

 


Patricia Schneider - Grafiken 2000 - 2009

Kata-Pschn

Der erste Katalog zu den Arbeiten von Patricia Schneider ist mit Grafiken 2000 - 2009 betitelt. Die Übersicht über die meisten der bisher entstandenen Grafiken wird von einem Text von Aurel Schmidt begeleitet. Umfang 32 Seiten mit über 90 Abbildungen im Format 21x28,5 cm Fr. 30.- zuzügl.Versand.

 

 

 

 

 

Textzauszug

Wenn Patricia Schneider im Zug von Bern nach Basel fährt (zu ihrem Galeristen Franz Mäder), macht sie unterwegs mit der Kamera schnell hintereinander zahlreiche Aufnahmen, fast so, als wollte sie die verschwindende Zeit im letzten Augenblick festhalten. Später bearbeitet und verändert sie die Aufnahmen am Computer, bis sie diffusen Erinnerungsbildern gleichen. In einem zweiten Schritt druckt sie die Vorlagen mit dem Plotter aus und überarbeitet die Blätter mit einer darüber liegenden Aquatinta-Schicht. Die Werke („Bern-Basel“, „Halbnah“) bekommen so eine nicht beabsichigte, aber willkommene malerische Qualität, mit unscharfen Rändern und sich vermischenden Farben.
Welche Menge an Informationen ist zum Verstehen eines Bilder erforderlich? So gestellt, ist die Frage falsch. Zwischen picture (dem materiellen Bild) und image (dem, was als Motiv abgebildet ist) besteht ein generelles Missverständnis. Nicht darauf, was auf dem Bild zu sehen ist, kommt es an, sondern auf das Werk als Ergebnis eines gestalterischen und technischen Hergangs.

Aurel Schmidt, Basel


Rosa Lachenmeier - Anarchie und System

KATA-RL_NeuAnarchie und Sytem so lautet der Titel des neuen Kataloges von Rosa Lachenmeier der zur nächsten Ausstellung erscheinen wird. Den Text verfasste Susanne Buckesfeld aus Wuppertal.

Der Katalog und kostet Fr. 30.- zuzügl.Versand.

 

 

 

 

 

Textauszug

Eine weitere Grenzüberschreitung betrifft dagegen die Art der Hängung: vergleichbar den Containern erfolgt sie in Ensembles, ohne jedoch einem zuvor errechneten, regelmässigen Raster zu folgen. Die Einzelbilder können nun nicht mehr allein für sich stehen und verlieren somit einen Teil ihrer Autonomie zugunsten eines grösseren Ganzen, dem sie sich unterordnen. Diesen Tatbestand belegen insbesondere die monochrom gelben, türkisen oder schwarzen Trennstreifen, die für eine Rhythmisierung der Ensembles sorgen, ohne darüber hinaus eine eigenständige bildliche Funktion zu besitzen. Die Kombination der Einzelbilder erfolgt in gegeneinander verschobenen Rechtecken, die sich in kubischen Formationen über die Wand des Ausstellungsraumes erstrecken, auch um Raumecken und -kanten herum. Dabei sind verschiedene Anordnungen denkbar, die ein harmonisches Gesamtbild ergeben, doch sind die Kombinationen keineswegs unendlich oder beliebig – nur wenige Varianten bilden ein schlüssiges Ganzes. Die Ensembles bemächtigen sich der Wand weit mehr, als es einem noch so grossen, selbst mehrteiligen Tafelbild gelingen könnte. Denn in ihrer Anordnung sind sie sozusagen wand-greifend: architektonischen Verfahren entlehnt, erstrecken sich die Bildmodule an der Wand, nehmen sie in Beschlag und können als Bildstruktur nicht ohne deren je spezifische räumliche Begebenheit existieren. Lachenmeier geht damit intuitiv auf die eigentliche Funktion der Wand zurück, ihren bildhaften Charakter, wie Semper ihn in seiner Schrift dargelegt hat. Den White Cube des Galerie-Raums definiert sie dabei nicht als einen von der Aussenwelt trennenden Raum, der erst den angemessenen gesellschaftlichen Rahmen für die Kunst bildet, sondern sie begreift seine Wände als explizit auf ihre bildliche Funktion reduzierte Bauelemente. Der Galerieraum als White Cube verkörpert damit par excellence das Wesen der Wand: nämlich Bild zu sein.

Susanne Buckesfeld, Wuppertal

 


Jürg Häusler - cartons collés

Buch-JH

Cartons collés ein französischer Titel für einen Deutschschweizer Künstler macht das Sinn. Im Falle von Jürg Häusler, der in Biel der grössten zweisprachigen Stadt der Schweiz aufgewachsen ist, trifft das sicher zu. Auf 104 Seiten geben über 100 Abbildungen einen Eindruck über das Schaffen der letzten neun Jahre. Der Text von Hans-Joachim Müller, einfühlsam, persönlich und subtil geschrieben, eröffnet einen Einblick in das Wesen des Künstlers in der Auseinandersetzung mit seiner Arbeit.

Werner Lutz der bekannte Basler Lyriker hat eigens für diese Publikation sechs Gedichte zu Arbeiten von Jürg Häusler geschrieben.

Das Buch und kostet Fr. 45.-, im weiteren wird eine Vorzugsausabe in 12 Exemplaren, mit einer farbig gefassten Prägung, zu Fr. 500.- angeboten zuzügl.Versand..

Textauszug

Anstiftung zur Freiheit

Nie ist es so, dass nur das eine oder das andere Geltung hätte, dass der Bildhauer mit dem Maler im Streit läge, dass die abstrakten über die gegenständlichen Formen, die gegenständlichen über die abstrakten triumphierten. Unvorhersehbar, in welche Richtung sich die Bilddinge entwickeln. Unabsehbar diese Strecke bis zum Punkt, an dem das Gefühl stark ist, jetzt alles gegeben zu haben. Nichts ist sicher, nichts ausgemacht, nichts von vorn herein festgelegt. Und was den Bildbeginn bestimmt hat, kann im Bildverlauf alle Vorsätze, Absichten, Tendenzen vergessen. Künstlerische Arbeit ist bei Jörg Häusler ästhetischer Gebrauch von Freiheit, eine Ausdrucksweise unbedingter Ungebundenheit. Und je ungebundener sich eine Werkphase anlässt, desto vitaler wirkt sie auch.

Hans-Joachim Müller, Freiburg i.Br.

 


Rosa Lachenmeier / Stadt - Licht

RLKATA07Stadt - Licht
Der neueste Katalog zur kommenden Ausstellung von Rosa Lachenmeier zeigt auf 32 Seiten im Querformat 21x28 cm die Bilder der neuen Werkgruppen. Hans-Joachim Müller verfasste die Texte. Er untersucht dabei das Verhältniss von Malerie und Fotografie.

Der Katalog wurde in 300 Exemplaren gedruckt und kostet Fr. 30.- zuzügl.Versand.

 


Textauszug

Stadterfahrung
Man muss das einmal gesehen haben, wie die Künstlerin im Atelier die Bilder vom Stapel nimmt, wie sie sie an den beiden Probewänden zur Probe hängt – nebeneinander, übereinander, aneinander – und so ein immer neues Miteinander entsteht. Ausstellungen von Rosa Lachenmeier sind meist Bildinstallationen, deren architektonische Anlage das kunstbetrieblich vernutzte Medium an die Ursprünge seiner Geschichte zurückführt. Tatsächlich hat „Installation“ im Kern mit dem aktuellen Stadterlebnis zu tun. Eine junge Kunst, die sich weniger aus ihrer emphatischen Geschichte als von ihren städtisch geprägten Erfahrungs- und Bewusstseinsorten herleitet, hat sich in der „Installation“ eine Präsentationsform geschaffen, die ihre räumliche und mentale Herkunft ungleich deutlicher und angemessener spiegelt als das eminente Bild an der Wand.

 Hans-Joachim Müller, Freiburg i.Br.

 


Stephanie Grob - Ganz ungefähr, so und anders

KataGrobRaum - Skulptur, das neue Buch zur Ausstellung von Paul Suter ist soeben erschienen. Auf 120 Seiten mit 96 Abbildungen und einem einfühlsamen Text von Hans Joachim Müller werden die Arbeiten aus den letzten 10 Jahren vorgestellt. Einen besonderen Stellenwert legte ich auf die neuesten Bronzegüsse die so wichtig für das "Alterswerk" von Paul Suter sind. Das Format ist 27x21 cm, fadengeheftet.

Preis Fr. 45.- Vorzugsausgabe mit einer Tuschezeichnung in Rötel ist in Vorbereitung. Preis Fr. 800.- zuzügl.Versand.

Textauszug

Verwandlungen

Zwei Jahre lang trug Stephanie Grob die kleine Muschel mit sich. In der Hand spürte sie die länglich-ovale Form mit spitz zulaufenden Enden, die feine Struktur der spiraligen Rillen, die schmale senkrechte Öffnung: das vom Meer unversehrt freigegebene Wunder. Murex trunculus ist eines der ältesten Lebewesen aus der Tiefenregion des Meeres, wandernd mit der Strömung nach oben.
Kopf und Hand und Körper gehörten der Muschel. Aber erst wenn sich die Gedankenfäden in Zeichnungslinien umsetzen, beginnt die Arbeit, beginnt die Lust. Es ist, als habe die Muschel die Gezeiten des Meeres ins Birsfelder-Atelier hineingetragen. Im Wechsel von Ebbe und Flut, ja von Überflutung, entstehen die Bilder.

Annemarie Monteil, Basel

 


Paul Suter / Raum - Skulptur

PSBUCHRaum - Skulptur, das neue Buch zur Ausstellung von Paul Suter ist soeben erschienen. Auf 120 Seiten mit 96 Abbildungen und einem einfühlsamen Text von Hans Joachim Müller werden die Arbeiten aus den letzten 10 Jahren vorgestellt. Einen besonderen Stellenwert legte ich auf die neuesten Bronzegüsse die so wichtig für das "Alterswerk" von Paul Suter sind. Das Format ist 27x21 cm, fadengeheftet.

Preis Fr. 45.- Vorzugsausgabe mit einer Tuschezeichnung in Rötel ist in Vorbereitung. Preis Fr. 800.- zuzügl.Versand.

Textauszug

Paul Suters eigentliche Wurzeln liegen so gesehen in der informellen Kunst, in der Freiheit der Zeichen und nicht in der Platzhalterschaft der mathematischen Zahl, im emotionsgesteuerten Schwung der Linien und nicht in der Geometrie. Anders kann er nicht arbeiten. Und die Rechenoperationen, Abwägungen, Kalküle und systematischen Erfindungen, die der Konstruktivismus dem bildnerischen Prozess vorschaltet, sind dem Suterschen Denken fremd. Wohl ist wahr, dass in den Plastiken alle Spontaneität gefroren scheint und mit dem Kaltwerden der Schweissnähte kein Millimeter Spiel mehr zwischen den Bauteilen bleibt. Und die enormen Kräfte, die für die Verformung des Materials nötig sind, die Gewalt, die seinen Widerstand überwindet, die Zentnergewichte, zu denen sich Bänder, Träger und Profile addieren, der Maschineneinsatz, ohne den der Künstler sein Kunstwerk schlechterdings nicht realisieren kann – all das deutet kaum auf die fragile, vergängliche Aktion, die der informellen Kunst eigen ist. Nimmt man freilich die Ungeschlossenheit dieser Plastiken, ihre unendliche Potenzialität als Angebot zur visuellen Weiterarbeit an ihnen, dann entdeckt man zugleich, wieviel Spontaneität, Intimität, Unverfügbarkeit in ihre Kompositionsweisen eingeschrieben sind.

Hans Joachim Müller, Freiburg i.Br.


Back to top